| Erst zum Arzt, dann zum Training |
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Berliner Zeitung, 17. Februar 2007 Erst zum Arzt, dann zum Training Sportmedizinische Untersuchung für Ältere Eva Dorothée Schmid Sport ist Mord, behaupten Sportmuffel zwar gern, aber zahlreiche Studien haben bewiesen, dass der Nutzen körperlicher Betätigung deutlich höher ist als mögliche Gefährdungen. Wer sich regelmäßig bewegt, beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, minimiert sein Risiko Krebs oder Osteoporose zu bekommen und ist weniger anfällig für Depressionen. Wer allerdings bisher Sport nur im Fernsehen anguckte und wenig Bewegung hatte und jetzt zum ersten Mal aktiv werden oder nach jahrelanger Abstinenz wieder mit dem Training anfangen will, der sollte sich vorher einer sportmedizinischen Untersuchung unterziehen. Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention empfiehlt dies für Leute ab 35. Note "gut" für Berliner Zentrum Unerkannte Schäden können bei körperlicher Belastung gefährlich werden. Im schlimmsten Fall kann es bei Leuten, die an nicht erkannten Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems leiden, sogar zum Herzinfarkt kommen. Zudem ist nicht jede Sportart für jeden geeignet. Daher ist es sinnvoll, die Belastbarkeit des Herzens und die Schwachpunkte von Wirbelsäule und Gelenken überprüfen zu lassen. Der Sportmediziner kann dann konkrete Sport-Tipps und Empfehlungen geben. Zu einem Gesundheits-Check gehört die allgemeine körperliche sowie eine orthopädische Untersuchung. Außerdem wird ein Belastungs-EKG mit gleichzeitiger Blutdruckmessung gemacht und die Laborwerte überprüft. Angeboten werden die Sport-Checks von niedergelassenen Sportmedizinern und Allgemeinärzten sowie von spezialisierten Zentren, die vom Deutschen Sportbund zur Betreuung von Leistungssportlern lizenziert wurden, ihre Dienste aber auch Freizeitsportlern anbieten. Die Stiftung Warentest hat 2006 Anbieter getestet. Das Zentrum für Sportmedizin mit Standorten in Zehlendorf und Hohenschönhausen (Telefon 81 81 20) schnitt dabei mit "gut" ab. Die Untersuchung kostet dort je nach Umfang 100 bis 210 Euro, bei niedergelassenen Sportärzten muss man mit bis zu 350 Euro rechnen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für rein präventive Untersuchungen nicht. Wenn jemand Beschwerden hat - etwa beim Treppensteigen, Schmerzen in der Brust oder Atemprobleme - sind Teile der Untersuchung Kassenleistung. |





