| Therapie - stabiler Rumpf und Gelenkstabilität Kraft allein reicht nicht |
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medicalsportsnetwork, Juni 2010 Therapie - stabiler Rumpf und Gelenkstabilität Kraft allein reicht nicht von Andreas Heißel Kraft allein reicht nicht – um einen stabilen Rumpf und Gelenkstabilität zu erreichen, ist die Ansteuerung der „kleinen“ Muskeln ebenso wichtig. Genau diese beiden Elemente verbindet die Schlingentherapie. Das sensomotorische Krafttraining nutzt die Instabilität der Seile und Schlingen, um neben der Kraft die Koordination zu verbessern. Insbesondere die gelenkstabilisierenden und wirbelsäulennahen Muskeln werden dabei angesprochen.
Bereits vor über 20 Jahren entwickelten norwegische Physiotherapeuten, vom Schlingentisch ausgehend, eine neuartige Therapieform. Anders als beim Schlingentisch wird der Patient darin selbst aktiv. Insbesondere bei Rückenschmerzpatienten stellten sich so schneller Erfolge ein als mit herkömmlichem Training. Heute gehört es auch in weiteren Bereichen der Rehabilitation bereits zum guten Ton, zumindest Elemente eines propriorezeptiv-koordinativen Trainings zu integrieren. Auch der Leiter der Rückentherapie des Sport- Gesundheitspark Berlin e.V., Dr. Mücke, stellte bereits vor 6 Jahren fest, dass sich durch gezielte Übungen an den Schlingen das Schmerzbefinden der Patienten deutlich schneller verbesserte, als nur mit den herkömmlichen funktionsgymnastischen Übungen und dem gerätegestützten Training. Geht es also um die Instabilität von Gelenken und Wirbelsäule, bringen die Seile und Schlingen durch ihre kontrollierbare Instabilität die idealen Voraussetzungen mit, um die stabilisierenden Muskeln zu reaktivieren. Die Übungsvielfalt ist dabei riesig. Auch im Sport und dort insbesondere im Leistungssport führt der Einsatz des Schlingentrainings zur schnelleren Rehabilitation nach Verletzungen und zu verbesserter Athletik. Stellt man sich hier einen Läufer, Tennis- oder Fußballspieler und die oft sehr hohe Gelenkbelastung vor, können die positiven Effekte eines spezifischen Ausgleichstrainings gar nicht stark genug betont werden. Bereits nach einem 8-wöchigen Trainingsprogramm, das zwei Einheiten pro Woche an den Schlingen beinhaltete, konnten bei Profifußballern eine verbessertes Gleichgewicht, Schussgeschwindigkeit und Rumpfstabilität nachgewiesen werden. Da kann man nur hoffen, dass Schweini, Poldi und Co., bevor sie aufs Feld gehen, nochmal richtig in den Seilen hängen... Literatur beim Autor - als PDF - im Web |





