| Bei Kälte: Joggen oder lieber Schnaps trinken? |
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Tagesspiegel, 2. Februar 2012
Die Kälte kann zu Entzündungen der Atemwege führen, aus denen Viren und Bakterien ihren Vorteil schlagen. Um die Luft etwas anzuwärmen, ehe sie die unteren Atemwege erreicht, empfiehlt es sich zudem, möglichst nur durch die Nase zu atmen. Die Nasenatmung könne man trainieren, und wenn sie nicht mehr ausreiche, solle man unbedingt die Anstrengung herabsetzen, rät der Sportmediziner. Außerdem wichtig: Langsam beginnen, allmählich das Tempo steigern.
Inuit, die dauerhaft mit extremen Minusgraden konfrontiert sind, haben zudem auch eine größere Fettmasse. Gebiete mit Temperaturen um minus 50 Grad hat der Mensch sich im Lauf der Evolution aber nur erobern können, weil er sich mit der Kleidung ein künstliches Fell schuf. Kleidung hilft besonders effizient, wenn sie nach dem Zwiebelprinzip in Schichten übereinander getragen wird. Je nach aktuellem Aufenthaltsort können einzelne Schichten dann aus- oder wieder angezogen werden. Wichtig ist, dass die Schichten nicht zu eng anliegen, kleine Luftkammern und Luftschichten wirken isolierend. Entsprechend sollte abgewogen werden, ob es sinnvoll ist, mehrere Strümpfe übereinander anzuziehen. Wird es zu eng im Schuh, könnte das Durchblutung und Wärme beeinflussen.
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