| Spiroergometrie |
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![]() Die Spiroergometrie ist eine Methode, bei der während der sportlichen Betätigung die Atemgase (Sauerstoff, Kohlendioxyd) über eine Atemmaske gemessen werden.
Die wichtigsten Messergebnisse sind:
Nutzen: Mittels einer Spiroergometrie kann die Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit bei Sportlern und Patienten beurteilt werden. Die wichtigsten Messgrößen betreffen die Atmung, das Herz-Kreislaufsystem und den Energiestoffwechsel. Ziel der Untersuchung ist eine Objektivierung der maximalen / submaximalen kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit und die Erhebung von Daten zur Trainingssteuerung. Eine Beurteilung des Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsels ermöglicht die Bestimmung Ihres individuellen Energieträger-Mixes während einer Belastung. Mittels einer Messung in Ruhe kann darüber hinaus eine valide Hochrechnung des Grundumsatzes (Energiebedarf unter Ruhebedingungen) ermittelt werden. Deshalb gewinnt die Spirometrie auch zunehmend an Bedeutung für Programme im Bereich der Gewichtsreduktion.
Beschreibung: Zur Messung der Atemgase erhält der Proband eine Maske über Mund und Nase, die Ihn mit einem standardisierten Luftgemisch versorgt sowie die Abatmung aufnimmt. Mittels der abgeatmeten Luft können so unterschiedliche Parameter gemessen bzw. auf weitere Werte zurückgeschlossen werden.
Leistungsumfang / Dauer: Die Diagnostik erfolgt grundsätzlich parallel zu einer Ergometrie, meist auf einem Laufband oder einem Fahrrad. Die Atemgasanalyse wird somit routinemäßig mit einer Herzfrequenzmessung, einer EKG-Aufzeichnung sowie einer Laktatbestimmung verbunden.
Preis: 35,-- €
Voraussetzungen: Die grundsätzlichen Voraussetzungen für eine Spiroergometrie sind vergleichbar mit denen einer einfachen Ergometrie: Fähigkeit zur Durchführung
Kontraindikationen: Die Kontraindikationen sind analog einer einfachen Ergometrie zu sehen:
Hintergrundinformationen: Wichtige Messwerte sind die Sauerstoffaufnahme (VO2), die Kohlendioxidabgabe (VCO2) und der respiratorische Quotient (RQ) zur Ermittlung des Energiestoffwechsels. Über die Sauerstoffaufnahme kann die aerobe Gesamtkapazität, also die maximale körperliche Leistungsfähigkeit beurteilt werden. Bei Herz- oder Lungenkrankheiten helfen die erhobenen kardiologischen und ventilatorischen Parameter in der Differentialdiagnose. Die ermittelten Leistungsdaten haben eine hohe prognostische und therapeutische Relevanz. In der sportmedizinischen Praxis hat sich die Bestimmung der submaximalen Parameter bewährt, da im Gegensatz zur Bestimmung der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max) keine körperliche Ausbelastung erfolgen muss. Idealerweise wird diese Untersuchung mit einer Blutlaktatdiagnostik kombiniert. Hierdurch gelingt eine genauere Abgrenzung der aeroben und anaeroben Stoffwechselbereiche, wodurch eine präzisere Trainingssteuerung ermöglicht wird.
Normwerte der maximalen Sauerstoffaufnahme:
Buchempfehlung: Kursbuch Spiroergometrie Kroidl, Schwarz, Lehnigk Georg Thieme Verlag 2007 |






